Programmablauf 2017

»Von der Schule in den Beruf – Fachkräftesicherung in KMU«

Für einen systemischen Ansatz der Berufsorientierung und der Übergangsgestaltung


05.07.2017 | Kameha Grand Bonn | Am Bonner Bogen 1 | 53227 Bonn


Moderation: Michaela Padberg, Westdeutscher Rundfunk

10.00 Uhr

Eröffnung

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, Bonn
Hans Hund, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages, Düsseldorf
Roland Matzdorf, Abteilungsleiter im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Düsseldorf

10:30 Uhr

Anforderungen an ausgebildete Fachkräfte aus Sicht der betrieblichen Praxis

Lothar Hellmann, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke
Michael Radau, Präsident des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen und Vizepräsident des Handelsverbandes Deutschland

11:00 Uhr

Impuls: Übergänge von der Schule über Ausbildung oder Studium in den Beruf

Dr. Katja Driesel-Lange, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

11:20 UHR

Kaffeepause

11:40 Uhr

Parallele Workshops zu den Themen

 

Praxiserfahrung als Bestandteil der Berufsorientierung

Die berufliche Orientierung muss anschaulich sein, damit Schülerinnen und Schüler ein Gefühl für Berufe bekommen können. Bei der beruflichen Orientierung stehen mehr emotionale Faktoren als reine wissensbasierte Abwägungen im Vordergrund. Deshalb ist es auch wichtig, verschiedene Berufswelten und betriebliche Realitäten kennenzulernen. Ein Betriebspraktikum in der Schulzeit reicht dafür nicht aus. Der Workshop will erörtern, wie sinnvolle Praxiserfahrungen während der Schulzeit realisierbar sind.

Moderation: Klaus Weber, Bundesinstitut für Berufsbildung

Erfahrungsaustausch mit
Kay Brügmann, Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW
Dr. Heike Hunecke, SCHULEWIRTSCHAFT NRW
Herbert Hoß, Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigung
Petra Pigerl-Radtke, Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein Krefeld – Mönchengladbach – Neuss
Ulla Schlottow, Bildungszentrum Butzweilerhof, Köln

Passung und Mobilität

Die regionalen Ausbildungsmärkte sind durchaus unterschiedlich. Das hat vielfältige Gründe, so u. a. strukturelle und konjunkturelle Ursachen. Häufig ist es sehr schwierig - wenn nicht unmöglich -, junge Menschen für eine betriebliche Ausbildung in eine Nachbarstadt oder einen Nachbarkreis zu bewegen. Selbst andere Stadtteile einer größeren Stadt können zur Hürde werden. Familiäre Rahmenbedingungen, Bequemlichkeit, Anbindung über Verkehrswege und viele Gründe mehr stecken dahinter. Um möglichst alle Jugendlichen ausbilden zu können, müssen sie dorthin, wo Ausbildungsplätze sind. Das gleiche gilt anschließend für Arbeitsplätze. Der Workshop sucht nach Lösungen, wie die Mobilitätsbereitschaft junger Menschen innerhalb Deutschlands erhöht werden kann.

Moderation: Michaela Padberg, Westdeutscher Rundfunk

Erfahrungsaustausch mit
Udo Beckmann, Verband Bildung und Erziehung, Berlin
Birgit Beierling, Paritätischer Gesamtverband, Berlin
Alexander Burstedde, Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Carsten Haack, Handwerkskammer Münster
Claudia Steinhardt, Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, Düsseldorf 

Attraktivität und Qualität der dualen Ausbildung

Zunehmend mehr Ausbildungsplätze, auch in sehr attraktiven Berufen, bleiben unbesetzt. Der Trend zu weiterem Schulbesuch und Hochschulbesuch ist ungebrochen. Selbst wenn die Anzahl von Bewerber(inne)n für einen Ausbildungsberuf mit der Anzahl der unbesetzten Stellen in einer Region übereinstimmt, finden und passen Angebot und Nachfrage häufig nicht zusammen. Dabei spielen nicht nur Konkurrenzen zwischen Schul-/Hochschulsystem und System der dualen Ausbildung eine Rolle, sondern auch branchen- und betriebsinterne Rahmenbedingungen, wie Ausbildungsqualität, Entlohnung und Beschäftigungsperspektiven, eine Rolle. Der Workshop greift insbesondere die Frage von Veränderungsmöglichkeiten bei den branchen- und betriebsinternen Rahmenbedingungen auf.

Moderation: Dr. Axel Fuhrmann, Handwerkskammer Düsseldorf

Erfahrungsaustausch mit
Prof. Dr. Andreas Rausch, Universität Mannheim
Ingrid Schleimer, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW
Hans-Peter Sproten, Fachverband Sanitär Heizung Klima Nordrhein-Westfalen
Dr. Carl-Michael Vogt, Handwerkskammer Hannover
Sandra Zipter, Deutscher Gewerkschaftsbund Bundesvorstand

 

Datenschutz bei systemischen Ansätzen

Es ist weitgehend unbekannt, wer nach welchem Schul-/Bildungsabschluss welchen weiteren Weg geht. Außer exemplarischen Längsschnittstudien zum Thema „Übergangsbereich“ gibt es insbesondere datenschutzrechtliche Hürden bei der Erfassung des biografischen Verlaufs der Schülerinnen und Schüler je Kommune. Der Workshop lädt zu einem Erfahrungsaustausch ein, um flächendeckend Lösungen für die Zukunft zu finden und die Frage zu beantworten: Wie können Datenschutz und der Bedarf nach Informationen zum Verbleibt der Schulabgänger/innen in Einklang gebracht werden?

Moderation: Christiane Siegel, Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung 

Erfahrungsaustausch mit
Wolfgang Brehmer, Stadt München
Claudia Hilse, Regionale Personalentwicklungsgesellschaft mbH, Bielefeld
Richard Stigulinszky, Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW
Hartmut Sturm, Hamburger Institut für Berufliche Bildung

13:30 Uhr

Mittagspause

14:45 Uhr

Zur Notwendigkeit eines systemischen Ansatzes für Berufsorientierung und Übergangsgestaltung an der Schnittstelle zwischen Schule und beruflicher Ausbildung bzw. Studium


Podiums- und Plenardiskussion

Prof. Dr. Michael Heister, Bundesinstitut für Berufsbildung
Roland Matzdorf, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW
Andreas Oehme, Westdeutscher Handwerkskammertag
Monika von Brasch, Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik
Hartmut Sturm, Hamburger Institut für Berufliche Bildung

16:15 Uhr

Schlusswort

Reiner Nolten, Westdeutscher Handwerkskammertag